Zur Darstellung von Farben wird üblicherweise ein Querschnitt durch den Raum benutzt, die "CIE-Normfarbtafel". In dieser Fläche können alle Farben mit demselben Hellbezugswert Y dargestellt werden.

In diesem Farbraum stellt die gebogene, äussere Linie (Spektralfarbenzug) die Wellenlänge dar, während die gerade Linie, die die beiden Enden verbindet, die Mischungen aus Rot und Blau darstellt. Man nennt diese Linie "Purpurgerade". Alle Farben, die aus den Spektralfarben additiv gemischt werden können, liegen innerhalb dieser Fläche. In diesem System gibt x den Rotwert (von links nach rechts), y den Grünwert (von unten nach oben) und Y den Hellbezugswert (die hier nicht dargestellte dritte Dimension) an.
Spektralfarben sind die Farben mit dem höchsten Sättigungsgrad, die in den einzelnen Farbtönen erzeugt werden können. Diese liegen am Rand der Normfarbtafel. Die sogenannte Mittelpunktvalenz (bei Körperfarben auch Unbuntpunkt genannt) hat die Koordinaten x=0,333 und y=0,333. Auf jeder Verbindung zwischen Spektralfarbenzug und Mittelpunktvalenz ändert sich die Farbe nicht, sondern bleibt die gleiche. Was sich ändert ist die Sättigung, diese nimmt von innen nach aussen zu.
In diese Tafel, die ja alle reellen Farben darstellt, kann nun eingezeichnet
werden, welche Farben von einem bestimmten Reproduktionsverfahren dargestellt
werden können. In der folgenden Graphiken ist der Raum eingezeichnet,
der von einem subtraktiven Farbsystem (links) und von einem additiven Farbsystem
(rechts) dargestellt werden kann.
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| Farbraum subtraktives Farbsystem | Farbraum additives Farbsystem |
Was man bereits auf dem ersten Blick sieht, ist, dass beide Reproduktionsverfahren nur einen Teil aller Farben darstellen können. Ein Gerät mit gegebenen Grundfarben kann nur die Farben darstellen, die innerhalb seines eigenen Farbraumes liegen. Dieser kann je nach Reinheit und Farbort der verwendeten Grundfarben unterschiedlich gross sein. Alle Farben, die ausserhalb liegen, können nicht dargestellt werden, sondern müssen durch eine innenliegende Farbe angenähert werden.
Wenn man nun beide Farbräume in eine Tafel einträgt, wird noch
mehr sichtbar.
Die Farbräume für das additive (RGB) und das subtraktive (CMYK) Farbsystem sind nicht deckungsgleich. Der Farbraum für das RGB-System ist grösser als der des CMYK-Systems, vor allem im grünen Bereich. Allerdings ist der Farbraum des subtraktiven Farbsystems auch keine Teilmenge des Farbraumes des additiven Farbsystems. Dies bedeutet, dass einige Farben gedruckt werden können, die ein Monitor nicht darstellen kann und, dass einige Farben des Monitors nicht gedruckt werden können.
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Quelle: Stephan Hartl, http://www.copyshop-tips.de/
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